Drucken

Nächstes Heimspiel: VCO-Damen I können gegen Göttingen befreit aufspielen

Osnabrück. Das große Ziel ist erreicht, in den noch kommenden vier Spielen bis zum 14. März gilt es sich jetzt weiter zu motivieren. Die Regionalliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück treten am Samstag (8.2.) um 19.30 Uhr erstmals wieder nach dem Gewinn der Meisterschaft an und das in der Schlosswallhalle vor heimischem Publikum. Umso größer ist für Kapitänin Rebecca Siefke und ihre Mitspielerinnen die Vorfreude auf die Begegnung gegen den ASC Göttingen von 1846 e.V.
Der Druck ist weg, die VCO-Damen können endlich einmal völlig befreit aufspielen.

KRAUS: „GEWINNEN STEHT ÜBER ALLEM“
Die Bilder vom vergangenen Sonntag nach dem 3:1-Sieg gegen Oldenburg werden sich bei allen Spielerinnen und dem Trainerteam im Gedächtnis eingebrannt haben. Es gab nach dem Gewinn der Meisterschaft und dem damit verbundenen Drittliga-Aufstieg große Emotionen.
„Ich bin sehr gespannt, wie wir am Wochenende gegen Göttingen spielen werden. Wir haben am Montag kurz über unsere neuen Ziele gesprochen und werden das am Freitag nochmal tun. Wahrscheinlich werden Spielerinnen mehr Einsatzzeiten bekommen, die nicht so viel gespielt haben. Und wir blicken nun schon Richtung nächste Saison“, steckt Kraus die Marschroute für Samstag gegen Göttingen und die darauf folgenden Partien in Lohne, gegen Spelle-Venhaus und in Lintorf fest.
„Aber wir sind uns alle einig gewesen: gewinnen steht über allem. Wir wollen alle Spiele bis zum Schluss gewinnen“, macht der 42-Jährige unmissverständlich klar.
Kraus spricht von so genannten „Bingo-Zielen“, bei denen jede Spielerin Einzelaufgaben während der Partie erfüllen muss. „So sind wir bis jetzt auch schon immer an die Spiele herangegangen, das ist nicht neu. Wir werden sicher das ein oder andere ausprobieren. Aber nochmal: gewinnen steht über allem“, verspricht Kraus.

 

TRAINER-KOMPLIMENTE FÜR DEN GANZEN KADER
Das Gefühl der Meisterschaft ist mittlerweile bei jedem so richtig angekommen, weiß Gunnar Kraus zu berichten.
„Man fliegt jetzt förmlich durch die Halle, habe ich festgestellt. Das ist schon ein tolles Gefühl.“ Im Nachgang spart der VCO-Trainer nicht mit Komplimenten.
„Dass wir so souverän aufgetreten sind, ist ein Verdienst der ganzen Mannschaft. Jede weiß, dass es ohne sie nicht so gegangen wäre.“
Dabei denkt Kraus unter anderem an Magdalena Ziemski, die ihre Rolle gerade im Training als dritte Zuspielerin ausgefüllt hat.
„Ohne Magda hätten wir nicht so eine Trainingsqualität gehabt. Mira (Hesselink) hatte ebenfalls ihre starken Spiele und wird nach ihrer Verletzung noch mal zum Einsatz kommen. Darüber freuen wir uns riesig. Sie hat uns von außen super unterstützt.“
Deutlich verstärkt zum Vorjahr haben sich die VCO-Damen auf der Libera-Position. Nachdem sich Alina Krebs nach ihrer langwierigen Handverletzung wieder fit gemeldet hatte, teilte sie sich in den letzten beiden Spielen die Aufgabe mit der bisherigen Stamm-Libera Julia Bartholomaeus. „Das war eigentlich aus der Not geboren, hat uns aber in Leschede gut gefallen. Deshalb haben wir auch gegen Oldenburg so gespielt und häufig gewechselt. Die beiden ergänzen sich ähnlich gut wie unsere Zuspielerinnen Linda Dieckmann und Lena Hegemann. Alina ist die bessere Abwehrspielerin, Julia hat die bessere Annahme.“

 

DRESING: „ICH DENKE; DASS WIR GANZ GUT UMSCHALTEN KÖNNEN“
Im Training herrschte bei den VCO-Damen am Montag und Mittwoch ausgelassene Stimmung. „Wir haben viel gequatscht und gedaddelt, das darf am Samstag natürlich nicht passieren. Aber ich denke, dass wir dort ganz gut umschalten können“, erwartet Außenangreiferin Merit Dresing am Samstag eine angemessene Leistung. „Ich glaube, wir haben alle zu viel Ehrgeiz und zu viel Siegeswille in uns, als dass die Konzentration gegen Göttingen das Problem sein wird“, sieht auch Lena Hegemann keine Motivationsprobleme. „Ganz im Gegenteil: wir freuen uns auf das letzte Samstags-Primetime-Heimspiel. Und ob Meister oder nicht, wir wollen zu Hause ungeschlagen bleiben.“
Der große Druck ist aber logischerweise weg, wie Dresing beschreibt. „Ich finde, dass man das Gefühl hat, komplett ohne Druck trainieren und spielen zu können. Das ist sehr angenehm. Weil der Druck jetzt nicht mehr wirklich da ist, ist es im Training trotzdem manchmal schwer, noch genau so konzentriert zu sein wie vorher.“
Richtung Spiel Göttingen hoffen beide auf einen tollen Abend.
„Göttingen kann uns nur gefährlich werden, wenn wir unkonzentriert spielen. Wenn wir genau so spielen, wie die ganze Saison und unseren Ehrgeiz beibehalten, sollten wir gewinnen“, meint Merit Dresing. Im Anschluss der Partie wartet noch ein Highlight.
„Nach unserem Spiel findet im Sonnendeck Osnabrück, ein Sponsor der 1. Herren, die „VCO Almost Season Out“- Afterparty statt. Da werden wir mit der Mannschaft, der 1. Herren und Freunden unseren hoffentlich nächsten Sieg feiern und auf die Meisterschaft anstoßen, das ist Motivation genug“, ist laut Hegemann für ein feierliches Abend-Programm bereits gesorgt.
Info für alle Zuschauer: 🚨 Mit einer Eintrittskarte zum VCO-Spiel bekommt man im Sonnendeck freien Eintritt. 🚨

 

GÖTTINGEN KÄMPFT UM DEN KLASSENERHALT
Während es für die VCO-Damen „nur noch“ um den Ausbau der beeindruckenden Erfolgsserie von 12 Siegen in Folge geht, kämpfen die Gäste aus Göttingen derzeit um den Klassenerhalt. Der Tabellenvorletzte hat aktuell zwei Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz, auf dem der VfL Lintorf liegt. Der Aufsteiger reist immerhin mit einer ordentlichen Form mit zuletzt zwei Siegen und zwei Niederlagen nach Osnabrück. In der letzten Partie erkämpften sich die ASC-Spielerinnen einen wichtigen 3:2 (25:18, 22:25, 22:25, 25:15, 15:12)-Heimsieg gegen den unmittelbaren Konkurrenten aus Lintorf. Frida Randen, Christina Pieper und Mara Hedicke überzeugten in der Crunchtime des Tiebreaks mit starken Aufschlägen. „In Satz vier holt uns eine überzeugende Blockleistung ins Spiel zurück“, äußerte sich Göttingens Trainer Johannes Hellwig gegenüber dem Göttinger Tageblatt zufrieden über die Comeback-Qualitäten seiner Mädels.
Das Hinspiel Anfang November gewann der VCO klar mit 3:0 (25:16, 25:22, 25:18).
„Es war nicht ganz so deutlich, wie es klingt“, gab VCO-Trainer Gunnar Kraus damals zu Protokoll. „Wir waren letztendlich die besser Mannschaft, aber ein deutliches Spiel war es in manchen Phasen auf keinen Fall“, fiel die Einschätzung von Merit Dresing ähnlich aus.